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Dem Psychoanalytiker Freudscher Schule ist die «Libidotheorie» - als abkürzende Bezeichnung für das Gesamt der psychoanalytischen Trieblehre verstanden - ein Kernstück der Theorie, das nicht ohne weittragende Folgen aufgegeben werden kann. Andererseits haben Tochterschulen der Psychoanalyse - von soziologischer Seite neuerdings «revisionistische Schulen» genannt - geglaubt, gerade diesen Teil des psychoanalytischen Ordnungsmodelles als erstes aufgeben zu können oder zu müssen. Das begann bei C. G. Jung und setzte sich bei den «kulturellen» (Horney, Fromm), den «interpersonalen» (Sullivan) Schulen in den USA, bei den «Amalgam»-Versuchen in Deutschland (Schultz-Hencke), bei den daseinsanalytischen Richtungen (Boss u. a.) usw. fort. Herbert Marcuse hat in einem interessanten Buche - anregend auch gerade da, wo es zum Widerspruch