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Innerhalb der Psychoanalyse in Deutschland vollzogen sich während der 1950er Jahre große theoretische und behandlungstechnische Veränderungen. Um Gerhart Scheunerts Beitrag dazu angemessen darstellen und würdigen zu können, ist es zunächst wichtig, die Strömungen in der damaligen psychoanalytischen und psychotherapeutischen Landschaft zu skizzieren, die ihn beeinflußten, mit denen er sich auseinandersetzte und von denen er sich abstieß, um zu einer Neuausrichtung seines psychoanalytischen Denkens zu kommen.
Nachdem nach 1945 der Zwang des NS-Regimes sich zusammenzuschließen für die psychotherapeutischen Schulen weggefallen war, zeigte sich, daß sich in den Jahren nach der Vertreibung der jüdischen Kollegen, als die deutsche Psychoanalyse von der internationalen Entwicklung abgeschnitten war, eine klinische und theoretische Neuausrichtung vollzogen hatte, geprägt von einer Rückbesinnung