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Ohne die Triebtheorie gäbe es die Psychoanalyse nicht und von allem Anfang an war sie auch ihr Stein des Anstoßes. Kaum ins Werk gesetzt, führte sie zu den bekannten «Abfallbewegungen» der komplexen Psychologie Jungs und der Individualpsychologie Adlers. Spätere Bewegungen hatten es dann mit dem Abfallen nicht mehr so eilig. Eher versuchten sie, die Psychoanalyse ihrer eigenen leitenden partiellen Idee anzuverwandeln. So die so genannten revisionistischen Schulen, der Interpersonalismus Harry Stack Sullivans und der Kulturalismus Karen Horneys und Erich Fromms. Schon zu Freuds Lebzeiten und dann vollends in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde die Ich-Psychologie und wurden in der Folge die Objektbeziehungs- und Selbstpsychologie zu den beherrschenden Strömungen der amerikanischen Psychoanalyse, die in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in den Intersubjektivismus amerikanischer Prägung und die relationale Psychoanalyse einmündeten. Im Laufe dieses Prozesses verschwanden die Triebtheorie und ihre Ansätze einer psychoanalytischen Konflikttheorie - die infantile Sexualität, das dynamisch Unbewußte und der Ödipuskomplex - mehr und mehr aus der Psychoanalyse. Das Gleiten vom Trieb