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Freuds Revision seiner Triebtheorie von 1920, in der er seinen ursprünglichen Antagonismus von Sexual- und Selbsterhaltungstrieben durch den von Lebenstrieb (Eros) und Todestrieb (auch Aggressions- oder Destruktionstrieb genannt) ersetzte, zog Änderungen bezüglich seiner generellen Definition der Triebe und seines Verständnisses der Aggression, des Masochismus, des Wiederholungszwangs und der negativ therapeutischen Reaktion nach sich, deren Integration in sein Gesamtkonzept des psychischen Funktionierens viele Fragen aufwarf. Über Jahre beschäftigten mich verschiedene Aspekte der Freudschen Theorie, die ich in ihrer Entwicklung, ihren Widersprüchen und Bruchstellen zu klären und zu verstehen versuchte, wobei ich zu einer anderen Lösung seines Dilemmas von 1920 kam (Schmidt-Hellerau 1995; 1997; 2003; 2005; 2006).
Bei der Einführung seines neuen Triebdualismus von Lebens- und Todestrieben hatte Freud ohne Umschweife seinen früheren Sexualtrieb zum Repräsentanten