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In den sechziger Jahren gehörte Horst-Eberhard Richter zu den ersten in Deutschland, die auf den großen Einfluß aufmerksam machten, den die Persönlichkeit und die psychischen Konflikte von Eltern auf die Entwicklung ihrer Kinder haben können. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges dauerte es eine geraume Zeit, bevor die fremdsprachige Literatur zur aktuellen Entwicklung der Psychoanalyse allgemein zugänglich wurde. Indem er sich sowohl auf seine eigenen Erfahrungen in der klinischen Arbeit mit Kindern und ihren Eltern als auch auf die umfassenden psychoanalytischen Studien stützte, die zu dieser Frage in Amerika und England während der 40er und 50er Jahre durchgeführt worden waren, nahm Richter eine Vorreiterrolle darin ein, diese damals noch weitgehend unbekannten Arbeiten in Deutschland einzuführen. Wie er deutlich macht, hat sich in der theoretischen Gewichtung des Einflusses von Eltern auf ihre Kinder in der Zeitspanne von den 20er bis zu den 50er Jahren eine allmähliche Verschiebung