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Herr Dr. Eickhoff hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß in meiner Arbeit »Psychoanalyse als naturwissenschaftliche Erfahrungswissenschaft. Gerhard Scheunerts Hinwendung zur Ich-Psychologie« im Jahrbuch der Psychoanalyse Band 61, 2010 mein Satz auf Seite 50 »Scheunert hat öffentlich nie genau Auskunft über seine NSDAP-Mitgliedschaft und über seine Zeit im Göring-Institut gegeben« nicht korrekt ist, weil Gerhard Scheunert nie im Göring-Institut gewesen sei. Ich bedauere diese unkorrekte Aussage, möchte aber gleichzeitig darauf hinweisen, daß es sehr wohl eine Verbindung von Scheunert zum Göring-Institut gegeben hat. Er sollte auf Vorschlag von Müller-Braunschweig und Boehm Leiter der Poliklinik des Göring-Institutes werden, wozu er grundsätzlich bereit war und auch schon einen Vorvertrag mit Mathias Heinrich Göring als dem Leiter des »Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie« abgeschlossen hatte. Der Kriegsausbruch und die Einberufung von Scheunert verhinderten dann, daß er die Stelle antreten konnte.
Werner Bohleber