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Aus der verklärenden Rückschau Erwachsener haben Puppen meist etwas Lebendiges und Tröstliches. Daß sie indes auch etwas Ängstigendes ausstrahlen können, machen Freuds Gedanken über »Das Unheimliche« deutlich (1919 h, 237). Am Beispiel der Puppe Olimpia in E. T. A. Hoffmanns Sandmann zeigt er, daß einen beim Anblick »von Wachsfiguren, kunstvollen Puppen und Automaten« mitunter »Zweifel« beschleichen, »ob ein lebloser Gegenstand nicht etwa beseelt sei« (Freud 1919 h, 254). Lebende Puppen erscheinen auch deshalb »im allerhöchsten Grade unheimlich«, weil sich in ihnen »das Unheimliche« »zu sehr mit dem Grauenhaften vermengt«, das »mit dem Tod, mit Leichen und mit der Wiederkehr der Toten, mit Geistern und Gespenstern« zusammenhängt. Besonders ängstigend jedoch erscheint eine versehrte Puppe, der beispielsweise ein Glied fehlt oder ein Auge.
Das Motiv der »versehrten Puppe« enthält ein Problem, das gegenwärtig in einer scheinbar neuen Pathologie der sogenannten Body Integrity Identity