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Erinnern und Wiederholen, Agieren und Sprechen sind keine sich gegenseitig ausschließenden Gegensätze. Worte sind immer auch Taten und im Agieren ist eine Mitteilung enthalten, sofern ein anderer da ist, der sie zu hören versteht. Auch das partielle Mitagieren des Analytikers ist ein unverzichtbarer Befund für die Gegenübertragungsanalyse, die darin besteht, die Teilhabe an Verwicklungen, Szenen, Aufführungen durchzuarbeiten, zu denken und für den Patienten in Worte zu fassen. Doch obwohl das unbewußte interaktive Geschehen zwischen Analysand und Analytiker zum regelmäßigen Untersuchungsgegenstand der analytischen Arbeit geworden ist, gibt es unterschiedliche Konzeptionen dafür und eine verwirrende Vielfalt von Bezeichnungen, die oft ähnlich klingen, aber doch etwas anderes meinen: so z. B. Stracheys Übersetzung des Freudschen Terminus »Agieren« mit Acting out, was die spätere Entgegensetzung eines positiver bewerteten Acting in nach sich zog; der Unterschied zwischen der als universelles anthropologisches Vermögen aufgefaßten »Inszenierung« und dem Enactment, mit dem häufig besonders hartnäckige und schwer aufzudeckende »Gegenübertragungsverwicklungen« gemeint sind; die »Rollenübernahmebereitschaft« oder das »Mitagieren« im Sinne eines nachträglich zu analysierenden »Handlungsdialogs« im Unterschied zur »Performance«, in der der Analytiker in einer gleichermaßen destruktiven wie kreativen Weise als materiales Objekt im vorsymbolischen Selbstentwurf des Patienten gebraucht wird.
Allein diese Aufzählung zeigt bemerkenswerte Bedeutungsverschiebungen im Verlauf der Geschichte, aber auch, daß der Akzent nach wie vor auf unterschiedlichen Aspekten der unbewußten wechselseitigen Vorgänge liegt. Wie verhalten sich diese Begriffe zueinander, was für einen Begriffsraum spannen sie auf? Wo handelt es sich um Sprachverwirrung, wo um Unterschiede in der