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Im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre hat die psychoanalytische Behandlung von Kindern mit Autismus großes theoretisches Interesse geweckt. Dennoch bleibt diese Arbeit umstritten. Psychoanalytischen Klinikern wirft man trotz ihres wiederholten Einspruchs auch heute noch vor, im Gefolge Bettelheims (1967) den Müttern eine Schuld an der Störung ihrer Kinder zuzuschreiben. Davon abgesehen, kann man einen psychotherapeutischen Ansatz bei einer Störung mit starker genetischer Komponente für irrelevant halten oder die Anomalie auf einen Hirndefekt zurückführen. Doch jede Erkrankung, die die Beziehungen zu anderen Menschen gravierend einschränkt, muss ungeachtet ihrer Ätiologie auch emotionale Auswirkungen haben. Den Kindern zu helfen, damit fertig zu werden, ist für sie selbst und für ihre Angehörigen erleichternd und befreiend und kann sie in die Lage versetzen, die Chancen, die ihnen zur Verfügung stehen, möglichst optimal zu nutzen (Sinason 1992; Simpson/Miller 2004).
Ein weiterer Einwand besagt, dass psychoanalytische Hypothesen aus der Arbeit mit »neurotypischen« Patienten hergeleitet und deshalb auf Kinder mit