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Die Methode und die Konzepte der Psychoanalyse erwuchsen aus dem Studium der Neurosen. Wie André Green (1980) bemerkte, hat Freud an der gängigen psychiatrischen Nosologie - Neurosen, Perversionen, Psychosen - festgehalten und sie eher angereichert als verändert; dass, wie er meint, die Diagnose »Neurose« heutzutage auf die wenigsten Patienten zutreffe, verlange nach einer tief greifenden konzeptionellen Umordnung. 1914 jedoch führte Freud einen Sammelbegriff ein: die narzisstischen Störungen; dann brachte das 20. Jahrhundert eine Verschiebung von den Neurosen hin zu den Charakterstörungen, danach zu narzisstischen Störungen und später zu autistischen und mimetischen Pathologien (Gaddini 1984). Entlang dieser Entwicklungslinie untersuchen wir - und wagen uns dabei auf das Gebiet jenseits des eigentlichen autistischen Spektrums vor - den Bereich narzisstischer Störungen im Sinne »autistoider« Dynamik, um Bernd Nissens (2008) Begriff aufzugreifen.