You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zentrales Anliegen dieses Beitrags ist die Explikation bisher vernachlässigter Elemente von Sigmund Freuds Lebens-Todestriebhypothese und ihre Vermittlung mit zeitgenössischen Theorien über die aggressiv-destruktive Reaktionsbereitschaft. Freuds bündige Ausformulierungen sind diese: Mit der Hypothese ist dem Todestrieb
die Aufgabe gestellt, das […] Lebende in den leblosen Zustand zurückzuführen, während der Eros das Ziel verfolgt, das Leben durch immer weitergreifende Zusammenfassung der in Partikel zersprengten lebenden Substanz zu komplizieren [also zu immer größeren Einheiten zusammenzufassen (Freud 1920g, 45)], natürlich es dabei zu erhalten. (Freud 1923b, 269)