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Analytiker-Werden und Analytiker-Bleiben in der konkreten Sitzung, im Verlauf einer einzelnen Behandlung und im Laufe eines Analytiker-Lebens ist eine komplexe und schwierige Aufgabe, die stets von neuem viele Herausforderungen hervorbringt. Die gegenwärtige Situation ist einerseits von einem schnell wachsenden theoretischen und behandlungspraktischen Wissen, andererseits von einem rasanten gesellschaftlichen Wandel geprägt: Als einzelner Psychoanalytiker mag man dies als Bereicherung, aber auch als Verunsicherung oder sogar als Bedrohung empfinden, gerade wenn die in der Ausbildung und der Berufspraxis erworbenen Überzeugungen und Grundannahmen von innen und von außen ernsthaft in Frage gestellt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Phänomene, die man allgemein als »unerwünschte Ereignisse« (Linden/ Strauss 2013, 20) bezeichnen könnte: Abbrüche, Verschlechterungen der Patienten, Krisen in der Behandlung, Auftreten neuer Symptome, negative Auswirkungen