You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Schon bei der Entstehung des Begriffs »Fehlleistung« scheint vorbewusst ein Kompromiss zwischen einem (offiziellen) »Fehler« und einer (heimlichen) »Leistung« geschlossen worden zu sein: Wie eine Entschuldigung wird die Anerkennung des Fehlers vorangestellt, aber dahinter kommt auch noch die Wahrnehmung einer (»unheimlichen«) Leistung zum Tragen. Freud hat nachgewiesen, dass Fehlleistungen keine unbedeutenden Entgleisungen einer Funktion sind, sondern vollgültige psychische Akte, die allerdings nicht die bewusst beabsichtigten Ziele verfolgen, sondern andere, die im Verborgenen wirken, weil ihre störende Intention abgelehnt werden muss und sich nur unbewusst im