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Jegliche Gewalt findet ihren Ursprung in einer Unsicherheit.1
Die überwältigende Mehrheit der Jugendlichen ist nicht gewalttätig. Für eine kleine Anzahl ist Gewalt ein passageres Phänomen der Adoleszenzkrise und nur für einen ganz geringen Rest wird die Gewalt zu einem festen Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Eruptionen adoleszenter Gewalt, sei es z. B. in Form von Amokläufern, Selbstmordattentätern, brutalen Schlägern oder randalierenden Gruppen, beherrschen allerdings die medialen Schlagzeilen. Sie schrecken uns immer wieder auf und fordern uns zu einem Bemühen um differenziertes Verstehen heraus. Die mediale Inszenierung und Zelebrierung jugendlicher Gewalt hält jedoch keiner wissenschaftlichen Statistik stand (vgl. Baier/Pfeiffer/Simonson/Rabold 2009).