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Wenn ich meiner Arbeit nicht, wie ursprünglich vorgesehen, den johanneischen oder Goethe'schen Titel gebe »Am Anfang war das Wort oder die Tat«, dann deshalb, weil ich mit der Johannesvariante »das Wort« durchaus einverstanden bin, aber den Begriff »Anfang«, besonders in Zusammenhang mit Subjekt und Symbol, problematisch finde. In Bezug auf das Subjekt ist ein Anfang geradezu unbeantwortbar. Wann und wo wäre sein Anfang zu situieren? Bei der Geburt oder beim Eintritt in die Welt der Symbole, würde eine Antwort aus einer entwicklungspsychologischen Optik lauten, welche aber auf Konzepten wie zielgerichtete Entwicklung, Reifung und Lernen beruht und daher mit so vielen epistemologischen Fragezeichen versehen werden muss, dass sie meines Erachtens nichts Substantielles zum Zeitpunkt der Entstehung des Subjektes auszusagen vermag. Lacan hat die Entwicklungspsychologie und den Reifungsaspekt radikal in Frage gestellt. Unter vielen Belegen dafür sei nur auf eine subversive Feststellung hingewiesen: »Es gibt keine Weise der Zeugung (engendrement) eines Partialtriebes aus dem anderen. Der Übergang des oralen Triebes zum analen geschieht nicht durch Reifung« (Lacan 1987, 189), sondern, müsste man hinzufügen, durch den Anspruch des Anderen.
Ein strukturalistischer Ansatz geht davon aus, dass das Subjekt, oder besser das werdende Subjekt nicht langsam und schrittweise, durch Reifung oder