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Von Freud haben wir gelernt, wie körperliche Funktionen und Erfahrungen sich in psychische Funktionen und Erfahrungen einschreiben und transformieren. Umgekehrt schreiben sich psychische Erfahrungen in unseren Körper und seine Physiologie ein. Es ist ein Ganzes, eine gegenseitige Mitschrift und ein Wechselverhältnis.
Die Außenwelt, der Körper und die Psyche erfahren über die Sinne ihre Vermittlung. Es überrascht deshalb nicht, dass sich die verschiedenen Wahrnehmungsmodalitäten in psychischen Produktionen nachweisen lassen, was sich - wie so oft - an psychischen Belastungen und Eigenheiten durch Überzeichnungen des »Normalen« besonders deutlich zeigt. Am Ort der Psyche entfalten die Sinnesmodalitäten in diesen Niederschlägen eine individuell eigenwillige Ausgestaltung, die ihrer besonderen Funktion als Wahrnehmungsorgan und -modalität entspricht.1 Man könnte sogar von einem »Konzert« von Wahrnehmungsmodalitäten sprechen, das individuell organisiert ist und ein dynamisches, interaktives Gefüge bildet. Die Konzentration auf eine Modalität erlaubt es, deren Beitrag und Eigenheiten schärfer zu erfassen, und erweitert so unser Verständnis des Wahrnehmungsraums. Dabei sollte jedoch das Gesamtgefüge