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»die Natur des Menschen [geht] im Guten wie im Bösen weit über das hinaus […], was er von sich glaubt«
Das Böse und sexuelle Perversion sind Synonyme. Beide Begriffe bedeuten Transgression und Sünde.
Dies war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, der Epoche, in der man begann, die sexuelle Perversion wissenschaftlich zu erforschen, der Grund dafür, weshalb man einen perversen Menschen als nichts anderes als die Personifikation reinster Boshaftigkeit betrachtete, der als solcher einzig und allein Verdammung und moralische Missbilligung verdiente.
Obgleich diese ursprünglich negative Überzeugung aus einer nicht-wissenschaftlichen Haltung gegenüber diesem Phänomen entstanden ist, erscheint sie zum Teil berechtigt, wenn man sie auf die Beschaffenheit der Perversion selbst bezieht. Der Begriff der Sünde ist in der Perversion in der Tat von zentraler Bedeutung, denn er hebt die subjektive Wahrnehmung der transgressiven Handlung hervor, aus der Lust gewonnen wird.
Der Wunsch, die Regeln der moralischen Ordnung zu übertreten, andere zu demütigen, Bestehendes zu vernichten oder grausame Handlungen zu vollziehen, die von dem perversen Individuum als »natürlich« empfunden werden,