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»Wer wie ich die bösesten Dämonen, die unvollkommen gebändigt in einer menschlichen Brust wohnen, aufweckt, um sie zu bekämpfen, muß darauf gefaßt sein, daß er in diesem Ringen selbst nicht unbeschädigt bleibe.«
Die Übertragung begann ihre Karriere in der Form einer falschen Verknüpfung. Denn der junge Freud hielt sie für ein unerwünschtes Vorkommnis, das nur bei neurotischen Patienten auftrat. Anders gesagt: Erst als er im Fall Dora ganz und gar scheiterte, weil er die Übertragung außer Acht ließ, wurde ihm dieses Phänomen in seiner Bedeutung bewusst. Zwei etwa zehn Jahre später geschriebene Arbeiten lassen erkennen, dass er mittlerweile eine klarere Vor-Stellung davon besaß, was bei einer Übertragung vor sich geht. Zudem ist zwischen beiden Aufsätzen ein beachtlicher Fortschritt festzustellen. Während der erste Artikel die Übertragung als eine Reaktivierung eines inneren »Klischees« bestimmt (GW VIII, 364), das im Verborgenen darauf wartet, in der analytischen Beziehung wiederholt und »neu abgedruckt« zu werden, sieht der zweite in ihr eine tiefer greifende Anziehungskraft am Werk (GW X, 306-321). Freud vergleicht sie jetzt mit dem Bild einer Theatervorstellung, bei der ein Feuer ausbricht, das ein Ende der Vorstellung erzwingt.