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In einem Aufsatz von Karl Landauer, der 1914 in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse publiziert wurde, erscheint zum ersten Mal der Begriff der »narzisstischen Identifizierung». In »Trauer und Melancholie« (1916-17 g) nimmt er eine zentrale Rolle in Freuds neuem Verständnis der Psychogenese der Depression ein, wird dann noch einige Male verwendet, um ein paar Jahre später zu verschwinden. Gibt es dazu eine Geschichte? Wie kam es, dass der Begriff eingeführt wurde, und welche Rolle spielen dabei Arbeiten von Freuds Kollegen und Schülern? Diesen Fragen soll hier nachgegangen werden.
Eine Suche in der Literatur, in Briefwechseln und in den Protokollen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung (Nunberg/Federn 1976-81) ergab, dass Landauer und Victor Tausk an der Einführung der narzisstischen Identifizierung