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Es war eine für Alberto Giacometti selbst eigentlich voraussehbare Entwicklung gewesen, für seine Umgebung, in diesem Fall seinen Freund, den Schriftsteller James Lord, eine überraschende und irritierende Erfahrung, die sich im Herbst 1964 ereignete. Giacometti hatte schon seit längerem den Wunsch, Lord zu porträtieren, und jetzt, anlässlich dessen Besuchs in Paris, schien die Gelegenheit dafür günstig. Es war an eine Ölskizze gedacht, die in einer Nachmittagssitzung von etwa drei Stunden hergestellt werden sollte. Die Arbeit ging zunächst auch gut voran, so dass kein Verdacht aufkam, als Giacometti um eine weitere Sitzung bat. Als am nächsten und übernächsten Tag das Resultat aus Giacomettis Sicht wiederum zu wünschen übrig ließ, verständigte man sich darauf, dass das Unternehmen doch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, längstens eine Woche. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird vermutlich auch Lord klar geworden sein, dass er in einen Prozess hineingeraten war, der einem fremden Gesetz unterstand. Am Ende sollten es mehr als drei Arbeitswochen werden, und wenn man den Bericht liest, den Lord später über diesen Sitzungsmarathon geschrieben hat, ist der Eindruck zu gewinnen,