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Anhand der Behandlung einer sehr alten Patientin, deren Darstellung um das Thema Trennungen und um das Übertragungs-Gegenübertragungs-Geschehen zentriert ist, wird die Psychodynamik zwischen körperlicher Gebrechlichkeit, beginnender Demenz und Depression herausgearbeitet und gleichzeitig damit die Verschränkung von Körper und Geist aus einem spezifisch psychoanalytischen Blickwinkel beleuchtet. Die Kasuistik illustriert, dass das lange vorherrschende Defizit- und Defektmodell - gerade auch des hohen Alters - inzwischen von einer dynamischeren Sichtweise abgelöst wurde. Sie belegt auch Bions Aussage, dass das beginnende Greisenalter ebenso mit emotionalen Turbulenzen einhergeht wie die Adoleszenz. Das von Freud eingeführte und von Bion weiter ausgearbeitete Konzept der Kontaktschranke erweist sich dabei als hilfreich, um die Umgestaltungen psychomentaler Funktionsweisen besser verständlich zu machen. In Umkehr der Perspektive wird auch reflektiert, wie das Alter psychische Funktionen des Analytikers beeinträchtigen und angreifen kann.