You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Theodor W. Adorno hat sich im Rahmen seiner negativ-dialektischen Gesellschaftstheorie zeit seines Lebens mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds auseinandergesetzt. Die metapsychologischen Begriffe des Unbewussten und des Triebes dienen Adorno dazu, einen konstitutiven Spalt zwischen Subjekt und Gesellschaft zu formulieren. Etwas bleibt unverfügbar. In meinem Beitrag wird es nun darum gehen, einem bestimmten Motiv Adornos nachzugehen, welches ich mit dem Begriffspaar der psychischen Eigenzeit fasse. Das Subjekt geht nicht vollkommen im Gegenwärtigen auf. Ich werde dabei sowohl auf die onto- wie phylogenetische Dimension dieser spezifischen psychischen Temporalität verweisen und anschließend die Frage der Vermittlung diskutieren.