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In dieser Arbeit werden drei Aspekte untersucht, die für das Zustandekommen von negativen Phänomenen wie der sog. negativen therapeutischen Reaktion und dem Wiederholungszwang von großer Relevanz sind, aber in der psychoanalytischen Literatur bisher nur beiläufig behandelt wurden. Dabei kommt dem ersten Aspekt, der Vermeidung von psychischem Schmerz, die größte Bedeutung zu. Die Tatsache, dass die Differenz in der Wahrnehmung zur Reaktivierung von verdrängten oder verworfenen Erinnerungen führt, erklärt, warum bessere Erfahrungen vermieden und schlechte zwanghaft wiederholt werden.
Der von D. Meltzer beschriebene ästhetische Konflikt, die Opferung von eigenen Potenzialitäten als Sühne bzw. Wiedergutmachung von transgenerationell weitergegebener Schuld, aber auch die Angst vor dem auslöschenden Vergessen des Traumas sind weitere Aspekte, die in die Dynamik des im klinischen, aber auch gesellschaftlichen Kontext zu beobachtenden Wiederholungszwangs eingehen. Abschließend werden behandlungstechnische Fragen diskutiert, die sich aus den theoretischen Erwägungen ergeben, wobei der Zeugenschaft des Analytikers eine herausragende Rolle zukommt.