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Die Arbeit befasst sich mit der Theorieentwicklung in der deutschen Psychoanalyse nach 1945. Die Öffnung zur internationalen Psychoanalyse als Rückkehr zur Psychoanalyse Sigmund Freuds und das Einströmen der amerikanischen Ich-Psychologie wälzte das damalige psychoanalytische Denken um, verbunden mit einer Abkehr von eigenständigen Formen tiefenpsychologischer Psychotherapie und Psychoanalyse und einem Versiegen eines fruchtbaren Dialogs mit philosophischem und anthropologischem Denken. Damit verbundene zukunftsträchtige Theorieansätze gingen verloren. Diese Brüche, Übergänge und theoretische Neuentwicklungen sowie ihre generationelle Verankerung werden im Einzelnen nachgezeichnet. Ein generationeller Blick auf diese Entwicklung kann dann auch einen weiteren Bruch in der Theoriebildung aufhellen, der sich in den 1980er und -90er Jahren im Zuge der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit vollzog und den Charakter eines Generationenkonflikts hatte.