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Die Reproduktionstechnologie ermöglicht neue Familienformen. Sexualität, Fortpflanzung und Abstammung müssen neu bestimmt werden. Einige Kinder integrieren sich problemlos in die neuen Herkunftsstrukturen und fühlen sich sicher an ihre Eltern gebunden. Einige sind verstört und von Identitätsfragen bedroht. Die Entscheidung, bei der Fortpflanzung einen medizinischen Prozess in Anspruch zu nehmen, bringt Eltern dazu, sich neue Gedanken über Fortpflanzung, Leben und Sexualität zu machen. Während der Schwangerschaft und der Entwicklung der Elternschaft spielen Ängste, die mit Vorstellungen über die Spender verbunden sind, eine wichtige Rolle. Bei Kindern, die durch eine Gameten-Spende geboren werden, fehlt bei einem oder beiden Elternteilen die biologische Abstammung; bei der Geburt durch Leihmutterschaft ist es die leibliche Abstammung, die unterbrochen wird.
Drei klinische Fälle - der eines Babys, eines Kindes und eines Jugendlichen - veranschaulichen die Fragen und Interpretationen, die Kinder über ihre Herkunft und Identität entwickeln. Psychoanalytische Interventionen können Eltern helfen, an ihren Vorstellungen über die Herkunft des Kindes zu arbeiten, die mit den Bedürfnissen des Kindes in Konflikt stehen.