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Ein im März 2020 wegen der Infektionsgefahr durch das Covid-19-Virus abrupt erfolgter zwischenzeitlicher Wechsel vom klassisch-analytischen Setting in insgesamt vier Stunden einer Videosprechstunde führte zu einem psychischen Absturz der Patientin. Anhand ihres Nachttraums nach der ersten Videobegegnung, den Assoziationen dazu, der die Traumerzählung begleitenden träumerischen Elemente in der Rêverie und der Gegenübertragung der Analytikerin wird der Versuch unternommen, herauszuarbeiten, in welchem Zusammenhang die Umstände des Videosettings mit dem Absturz der Patientin stehen. Klinisch und am Modell der Alpha-Funktion stellt die Autorin Einschränkungen der körperlichen Gegenübertragung und der Kommunikation von Unbewusst zu Unbewusst in dem virtuellen Setting dar. Die in der Videobegegnung nur eingeschränkte Qualifizierung von β-Elementen durch die Alpha-Funktion geht mit einer ungenügenden Ausbildung von Prä-Konzeptionen einher, die dadurch von der Analytikerin nicht intuierbar sind und keine Realisierung erfahren, sodass ihre psychische Transformation ausbleibt. Die Patientin, die sehr darauf angewiesen war, dass die Analytikerin sie hielt, insbesondere indem sie die protoemotionalen Verfassungen der Patientin in sich aufnahm und darum bemüht war, sie in psychisches Erleben zu übersetzen, erlebte die Unfähigkeit der Analytikerin, in diesem Setting wie zuvor zu arbeiten, als ein Fallen-gelassen-Werden.