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Im vorliegenden Text wird die Bedeutung des Hörens und Träumens für den psychischen Strukturbildungsprozess anhand der Konzepte »Lauthülle« (Anzieu), »Klang-Objekt« (Maiello), »Widerhall-Zeit« (Birksted-Breen) und »Reverie« (Bion) aufgezeigt. Das Ausbilden einer Symbolisierungsfähigkeit ist konstitutiv für psychisches Sein-Können und Kreativität. Grundlage für die Bildung von Symbolen ist die Produktion von Alpha-Elementen in der »emotionalen Erfahrung«. Es bedarf einer spezifischen inneren Verfasstheit der Primärobjekte - von Winnicott als »primäre Mütterlichkeit« und Bion als Fähigkeit zur »Rêverie« beschrieben - damit die Sinneseindrücke des Babys zu »emotionaler Erfahrung« werden. In der Arbeit wird nach der Skizzierung dieser Entwicklung diskutiert, ob sich in der verborgenen Intimität der Primärerfahrung das für die jeweilige Kultur Spezifische bei der Bildung der Alpha-Elemente in diese eindrückt. Die Lokalisierung des Kulturellen wird so in den Alpha-Elementen vermutet. Die sich in interkulturellen Begegnungen konstellierenden Gegensatzpaare erhört-unerhört und heimlich-unheimlich werden schließlich in ihrer Bedeutung für den Behandlungsprozess, insbesondere als spezifische Gegenübertragungskonstellation im interkulturellen Behandlungssetting, diskutiert.