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Zu schlafen und zu träumen ist mit akuter Psychose nicht vereinbar, da die Traumfunktion gestört, bzw. in extremer Verfassung zerstört ist. Das psychotische Erleben, sei es wahnhaft oder halluzinatorisch, stellt den Ersatz für einen Traum dar, der nicht geträumt werden konnte (Racamier, 1976), oder, wenn man dies aus Bion-Perspektive konzeptualisieren möchte,
»damit die Wahrnehmungen einer emotionalen Erfahrung für die Erzeugung eines Traumes verwendet werden können, müssen sie die Eigenschaften des Denkens annehmen, d. h., sie müssen durch die Alpha-Funktion transformiert werden. Wenn die Alpha-Funktion beschädigt ist, bleiben die Beta-Elemente unverändert, und die Emotionen werden als sensible Objekte erlebt, so dass der Patient nicht träumen kann […]. Denn Beta-Elemente sind Nicht-Gedanken, die weder Teil des Bewusstseins noch des Unbewussten werden können […]. Träume bilden eine Barriere oder einen Alpha-Schirm, der das Bewusstsein erzeugt und es kontinuierlich vom Unbewussten unterscheidet. […] Wenn jedoch die Kontaktbarriere zerstört und durch den Betaschirm ersetzt wird, ist es nicht mehr möglich, Bewusstes von Unbewusstem zu unterscheiden, zu verdrängen, sich zu erinnern, zu denken und damit auch zu träumen« (Capozzi & De Masi, 2001).
Die vorliegende Arbeit untersucht also nicht den Traum des akut psychotischen Menschen.
Es soll vielmehr der Frage nachgegangen werden: Gibt es psychotische Träume, die bei intakter Traumfunktion geträumt werden? Und wer träumt dann solche Träume? Der neurotische oder der psychotische Teil