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Auch wenn die lange Behandlung nur knapp beschrieben wird, gelingt es der Autorin, mit ihren Worten den Leser zu berühren. Er kann nacherleben, wie ein toter Körper sich verlebendigt.
Zunächst will ich zeigen, wie auch in der Analyse die Worte berühren (Quinodoz, 2004): »und sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund« - alle kleinen Protokolle sprachlicher Interaktion legen davon Zeugnis ab, wie die katastrophische Angst, die anfänglich ganz im Körper, der erstarrt ist oder zittert, gebunden ist, durch die Worte der Analytikerin gelindert wird, mit der Folge, dass der Körper, der infralinguistisch die Last namenlosen Schreckens trägt, allmählich entlastet wird. Das Körperzeichen wandelt sich mehr und mehr zum Zeichen des Körpers (Küchenhoff, 2019). Das heißt: Waren zunächst die vernichtenden Gefühle nur körpersprachlich repräsentiert, fand die Analysandin zu einer Repräsentation der Erfahrungen im Denken und also zur Sprache. Dieser Fortschritt freilich öffnet den Horrorphantasien Tür und Tor, gegen deren Übermacht sich beide, Analytikerin wie Analysandin, in dieser Phase der Therapie wehren müssen.
Aber die Sprache vermag es nun, auch den Körper zu benennen, es ist möglich, auch den Körper zu denken. Dadurch verändert sich das Körpererleben. Der Körper wird besetzt, wird zu einem Objekt, das die unbewussten Projektionen destruktiver Objektbeziehungen trägt. In dieser Hinsicht lassen sich jetzt die Formen des Umgangs mit dem Körper als Darstellungen von Objektbeziehungen deuten. Der Körper ist eine Puppe, für die es keine Puppenmutter gibt. Zum Schluss betont die Analysandin, sie müsse nicht hinnehmen, von ihrem Körper im Stich gelassen zu werden. Die Ursprungsphantasie, das Phantasma ihrer Geburt, geht von einer Verkennung aus, schon während der Geburt wird sie nicht gesehen als die, die