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Meine Zeit, mein Tier, gibt's einen
Der ins Aug dir blicken kann?
Wer mit seinem Blut, wird's leimen
Das Jahrhundert-Wirbelband.
Im vergangenen Jahr ist Monika Maron in die Schlagzeilen der Feuilletons geraten. Nach der Publikation von Essays in der dezidiert »rechten« Buchreihe Exil des Buchhauses Loschwitz kündigte ihr der Fischer-Verlag, wo sie fast 40 Jahre Romane veröffentlicht hatte, die Zusammenarbeit. Jetzt hat sie einen Vertrag mit Hoffmann & Campe abgeschlossen. In den vergangenen Jahren nahm sie in der Tagespresse zu Themen von Flüchtlingspolitik und islamistischer Bedrohung rechte Positionen ein, die auch in den beiden letzten Romanen Munin oder Chaos im Kopf und Artur Lanz auftauchen.
Maron wurde 1941 in Berlin geboren. Ihren ersten Roman Flugasche , in dem eine Journalistin um die Veröffentlichung ihrer Reportage über die Umweltkatastrophe in Bitterfeld kämpft, veröffentlichte die DDR-Bürgerin im Fischer-Verlag. 1988 verließ sie die DDR, lebt seit 1993 wieder in Berlin. Wenn Marcel Reich-Ranitzki (1991, im Klappentext) schreibt, »Vielleicht ist dies der größte Vorzug des Romans Stille Zeile Sechs: Ein Jahrhundertproblem darstellend, wird er zum Gleichnis, das weit über sich hinausweist«, meint er die Geschichte von Enttäuschung