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»Zur Kenntnis dieses psychischen Apparates sind wir durch das Studium der individuellen Entwicklung des menschlichen Wesens gekommen. Die älteste dieser psychischen Provinzen oder Instanzen nennen wir das Es; sein Inhalt ist alles, was ererbt, bei Geburt mitgebracht, konstitutionell festgelegt ist, vor allem also die aus der Körperorganisation stammenden Triebe, die hier einen ersten uns in seinen Formen unbekannten psychischen Ausdruck finden« (Freud, 1940a, S. 67 [kursive Hervorheb. im Orig.]).
Dieses Zitat von Sigmund Freud sei vorangestellt, weil es meinem Verständnis des Konzepts des Unbewussten zugrunde liegt, das hoffentlich in meiner Erwiderung auf Bernd Nissens (2022) Artikel in diesem Band zum Ausdruck kommt.
In meiner Antwort wird es um drei Hauptpunkte gehen:
Die Frage der »Gültigkeit« in der Psychoanalyse.
Die These, dass »unbewusste Phantasien« heute vielleicht nicht mehr so relevant sind wie im kleinianischen Denken.
Den Gedanken, dass der Begriff der »unrepräsentierten Zustände« (und seine Verwendung, um Autismus, psychosomatische Leiden und viele andere Pathologien zu erklären) als Beweis für die mangelnde Relevanz des kleinianischen Paradigmas benutzt werden könnte.