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Die analytische Haltung lässt sich nicht als eine gleichbleibende Position einnehmen, es kann um sie nur ein Ringen geben (Löchel, 2013); Psychoanalytiker:innen verwickeln sich im analytischen Prozess mit ihren Patient:innen und entwickeln sich wieder (Hinz, 2002); was eine »richtige« analytische Haltung ist, wird heute bestenfalls umstritten sein. Die analytische Haltung wurde im Hinblick auf verschiedene, sich zum Teil überschneidende Aspekte beleuchtet: Abstinenz, Neutralität, Nähe und Distanz, Rezeptivität, Resonanz, die eigene Abwehr, das eigene desire - narzisstische, erotische, aggressive, verstehen oder helfen wollende Bedürfnisse - und Wilfred R. Bions Empfehlung no memory, no desire, no understanding, die dem gegenübersteht. Bei Sigmund Freud findet sich der Begriff der analytischen Haltung nicht. In seinen Ratschlägen für den Arzt bei der psychoanalytischen Behandlung (1912e) befasst er sich jedoch mit den »Einstellungen« des Analytikers, und es wird offenbar, wie eng diese mit Methode und Technik der Psychoanalyse in Verbindung stehen. Der »psychoanalytischen Grundregel«, »der Anforderung an den Analysierten, ohne Kritik und Auswahl alles zu erzählen, was ihm einfällt«, stellt Freud (1912e, S. 377f.) »das notwendige Gegenstück« für den Analytiker, das Zuhören in »gleichschwebender Aufmerksamkeit«, gegenüber. In
»eine Formel gefaßt: er soll dem gebenden Unbewußten des Kranken sein eigenes Unbewußtes als empfangendes Organ zuwenden, sich auf den Analysierten einstellen wie der Receiver des Telephons zum Teller eingestellt ist. Wie der Receiver die von Schallwellen angeregten elektrischen Schwankungen der Leitung wieder in Schallwellen verwandelt, so ist das Unbewußte des Arztes befähigt, aus den ihm mitgeteilten Abkömmlingen des Unbewußten
Page 9dieses Unbewußte, welches die Einfälle des Kranken determiniert hat, wiederherzustellen« (1912e, S. 381).
Während Freud hier von dem verdrängten Unbewussten ausgeht, gilt heutige psychoanal