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H. L. nimmt die grundlegende Unterscheidung von Freud auf, dass das Verdrängte nur ein Teil des Unbewussten sei. Neben diesem verdrängten Unbewussten gäbe es ein »unstructured unconscious that consists of forces, unqualified sensations and turbulences that are unrepresented or unrepresentable« (S. 81).
Das verdrängte Unbewusste besteht aus psychischen Sachvorstellungen, die (z. B. wegen eines Konflikts) abgewehrt werden mussten, deren Verbindung zu den zugehörigen Wortvorstellungen unterbrochen ist. Ziel der analytischen Neurosentherapie ist die Verbindung zur zugehörigen Wortvorstellung, also die Schaffung einer »bewussten Vorstellung« (Freud, 1915e, S. 300). Die Arbeit vollzieht sich also am psychischen, repräsentierten Material.
Im unstrukturierten Unbewussten befindet sich dagegen noch nicht repräsentiertes Material. Daraus ergeben sich massive methodische und methodologische/erkenntnistheoretische Probleme. Denn wenn das Material noch nicht repräsentiert ist, damit (noch) keine psychische (latente) Bedeutung hat, wie soll es dann erfasst, mitgeteilt und verstanden werden?
Für H. L. war es Bion, der die theoretischen und behandlungstechnischen Konsequenzen genauer untersuchte. Empfindungen und Eindrücke
Die englischen Levine-Zitate entstammen dem Original-Manuskript. Die Seitenzahlen in diesem Beitrag verweisen auf die entsprechenden Textstellen der Übersetzung ins Deutsche in diesem Band.
sind für Freud und Bion ursprünglich qualitätslos (senseless; S. 83). Diese rohen Daten müssen also eine Transformation vollziehen, sie müssen im Tag- und Nachtdenken alphabetisiert werden. (Zu meiner Überraschung übergeht H. L. die gesamte Achse Prä-Konzeption - Konzeption - Gedanke, ohne die m. E. die Transformation nicht denkbar ist.) Im analytischen Prozess müssen diese Zustände intuitiv erspürt werden. Für H. L. wird der Patient auf unterschiedlichen Wegen versuchen, auf seine unrepräsentierten Zustände hilferufend hinzuweisen. Hie