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Dieser klinische Bericht ist der zweite und abschließende Teil eines Beitrags, dessen erster Teil bereits in Band 85 des Jahrbuchs der Psychoanalyse veröffentlicht wurde. Hier erscheint die klinische Illustration separat. Der gesamte Beitrag, der aus zwei Teilen besteht, entstand auf die Bitte der Herausgeber, mich mit dem Thema »Abstand« zu befassen, wie immer ich es verstanden haben möchte. Der erste Teil des Aufsatzes ist eine Darstellung einiger klinisch-psychoanalytischer Überlegungen zu Abstand und Getrenntheit und ihrer Rolle bei der Würdigung, ein Anderer zu sein, einem Prozess, der in Teil 1 auch als »Auftauchen aus dem Eingebettetsein im Anderen« (Schachtel, 1959) und, in den Worten von Martin Buber (1950), als Verwandlung des »animalischen« in das »menschliche Prinzip« beschrieben wird. Die klinische Illustration beruht auf dem Verständnis von »Dissoziation« und »Enactment« in der interpersonellen und relationalen Psychoanalyse (z. B. Benjamin, 2017; Bromberg, 1998, 2006, 2011; Hoffman, 1998; Levenson, 2005 [1972], 2005 [1983], 2016 [1991]; Stern, 1997, 2010, 2015, 2019), sodass die klinische Illustration am einfachsten und sinnvollsten im Kontext der in Teil 1 vorgestellten Überlegungen zu verstehen ist.
Ich habe bereits über die Arbeit von Emma und mir geschrieben (Stern, im Druck). Emma ist eine sehr kluge und talentierte, alleinstehende, weiße Führungskraft Ende 30, die sich viermal pro Woche mit mir trifft.
Sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Familie, ist aber besorgt, dass sie keine Beziehung führen kann, da diese endlose Möglichkeiten bietet, den Anderen zu enttäuschen und sich selbst abgrundtief zu schämen. Emma kritisiert sich übermäßig und fast ständig selbst, nicht selten gerät sie dabei in Selbsthass. Aber sie ist auch stets ehrlich, mutig und wortgewandt, wenn sie versucht, mir zu erklären, was in ihr vorgeht. Ich werde hier nicht auf die Ursprünge all dieser Dinge in ihrem frühen Leben eingehen, obwohl Emma un