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Die zeitgenössische Psychoanalyse zeugt von einem breiten Spektrum psychoanalytischer Modelle; jedes hat eigene Grundannahmen, die permanent im Fluss sind und sich auch gegenseitig überschneiden. Es liegt im Wesen der klinischen psychoanalytischen Arbeit, dass kein Analytiker sich über die innere Welt eines Patienten absolut sicher sein kann. Doch im Verlauf seiner klinischen Erfahrung baut jeder Analytiker eine Sammlung von Grundannahmen auf, die sich, obgleich sie auf dem Gerüst eines wichtigen früheren Vorbildes basieren, zu einem persönlichen klinischen Modell entwickeln. Der Dialog mit anderen Analytikern, die mit anderen Modellen arbeiten, kann zu weiteren Ausgestaltungen und Differenzierungen führen (vgl. Abram & Hinshelwood, 2018).
Ich habe die Einladung angenommen, Donnel Sterns Arbeit zu kommentieren, da ich seit Langem der Meinung bin, dass sich die relationale psychoanalytische Methode deutlich von meiner eigenen unterscheidet. Ich war neugierig darauf, herauszufinden, ob ich einige Unterschiede benennen könnte.
Ich möchte einen kurzen Überblick über meine psychoanalytische Methode geben, wobei ich mich auf die Konzepte der Übertragung, der Selbstoffenbarung und der Asymmetrie konzentriere. Dadurch soll mein Kommentar mit dem klinischen Beispiel von Donnel Stern in einen Zusammenhang gebracht werden.
Meinen klinisch-psychoanalytischen Hintergrund bildet die Kultur der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft, die sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts in London entwickelt hat. Meine analytische Ausbildung begann ich in den frühen 1980er Jahren, seit 1988 bin ich in eigener Praxis tätig.