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Bion beschrieb in dem zweiten Vortrag 1974 in Sao Paulo folgenden Gedanken:
»Jemand erwähnte mir gegenüber einen kleinen Patienten, der auf dem Tisch »kritzelte«, so als schreibe oder zeichne er. Für einen Analytiker könnte es sich lohnen, etwas Ähnliches auf Papier zu tun, das Blatt mit einem Datum, sagen wir dem 15. April, zu versehen und es beiseite zu legen. Zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise am 1. Mai, könnte man dann, statt sich die auf konventionelle Weise angefertigten Notizen anzusehen, die eigenen Deutungen der am 15. April angefertigten Kritzeleien oder Zeichnungen niederschreiben. Auf diese Weise ließen sich die bewussten Aktivitäten vom 1. Mai dazu verwenden, die unbewussten Produktionen vom 15. April zu deuten. Der Analytiker würde aus seinem eigenen Bewussten und aus seinem Unbewussten schöpfen, ohne zwei unterschiedliche analytische Vorgehensweisen miteinander zu verwechseln […].«
Die folgenden Zeichnungen sind »Kritzeleien« beim Hören von Freuds Text Das Unbehagen in der Kultur und verkörpern eine unbewusste Reaktion auf das Gehörte.