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In Eltern-Baby-Kleinkind-Behandlungen lässt sich die psychische Entwicklung im Wechselspiel mit den primären Objekten unmittelbar beobachten, untersuchen, verstehen und positiv beeinflussen. Ich behandele Babys, Kleinkinder und deren Eltern mit Störungen in ihrem Miteinander, stelle dabei das Unbewusste in den Mittelpunkt, lasse mich berühren, nehme Interaktionen, Gesten und Worte in mich auf und entwickele für Eltern zum Teil überraschende Deutungen. Damit verändere ich die Be-Deutung, die Eltern dem Symptom bisher gaben, und öffne ihnen den Zugang zu einer Welt des Mitfühlens und Mitdenkens.
In diesem Beitrag beleuchte ich die Behandlung und inneren Zustände des damals dreieinhalbjährigen Patienten, den ich hier Sergej nenne. Seine Eltern kamen aus einem anderen Kulturkreis, deshalb wuchs er zweisprachig auf. Er schien anfänglich verängstigt und hoch angepasst. Meine psychoanalytische Haltung habe ich reflektiert den Bedürfnissen des kleinen Patienten angepasst. Auf sein Drängen hin war seine Mutter fast ein Jahr zweimal wöchentlich in den Therapiestunden anwesend. Ihr gelang es, sich in den Stunden nahezu unsichtbar zu machen. Gleichzeitig halfen ihre differenzierten, feinen Beobachtungen, das Erfahrene mit ihrem Mann positiv auf die häusliche Situation zu übertragen und zu Hause umzusetzen.
Ein Hauptaugenmerk richte ich auf den spielerischen Umgang mit meiner Intuition, den Auftrieb des Unbewussten und die zum Teil überraschende Kommunikation und Interaktion zwischen uns. Sergej setzte seine innere Welt auf faszinierende Weise anfangs nonverbal, später auch verbal in Szene.
Hier ein Auszug aus dem über ein Jahr währenden Psychotherapieverlauf: