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Das Unbewusste wird von vielen Seiten bedrängt. Das Unbewusste, so stellte Freud klar, ist mehr als das Verdrängte, doch es hatte bei den Übertragungsneurosen seinen sicheren Platz. Freud selbst begann, diese systemische Ordnung zu untergraben. Zunächst bemerkte er fast beiläufig, »daß etwas »erinnert« wird, was nie »vergessen« werden konnte, weil es zu keiner Zeit gemerkt wurde, niemals bewußt war« (1914g, S. 128). Für diese wichtigen Erlebnisse, »die in sehr frühe Zeiten der Kindheit fallen und seinerzeit ohne Verständnis erlebt worden sind, nachträglich aber Verständnis und Deutung gefunden haben, lässt sich meist eine Erinnerung nicht erwecken« (1914g, S. 129). »[S]o dürfen wir sagen, der Analysierte erinnere überhaupt nichts von dem Vergessenen und Verdrängten, sondern er agiere es. Er reproduziert es nicht als Erinnerung, sondern als Tat, er wiederholt es, ohne natürlich zu wissen, dass er es wiederholt« (1914g, S. 129f.). In Folge erhielt die Handhabung der Übertragung ihren zentralen Stellenwert. Aber sind diese Erlebnisse Teil des Verdrängten? Sind sie unbewusst in einem systemischen Sinne?
Das Substantiv »das Unbewusste« wurde kurze Zeit später im zweiten Strukturmodell zum Adjektiv »unbewusst« degradiert. Das Ich, vom dem vieles dynamisch unbewusst ist, »fließt nach unten hin« mit dem Es zusammen (Freud, 1923b, S. 251), wie auch das Verdrängte »nur vom Ich durch die Verdrängungswiderstände scharf geschieden [ist], durch das Es […] mit ihm kommunizieren [kann]« (1923b, S. 252). Das Es ist ein Kessel voll brodelnder Erregungen, der sich von den Trieben her mit Energie auffüllt (Freud, 1933a, S. 80). Der Begriff des Es bleibt, auch wenn in der editorischen Einleitung der Standard Edition anders behauptet, schillernd: »Von den Trieben her erfüllt es sich mit Energie, hat aber keine Organisation, bringt keinen Gesamtwillen auf« (1933a, S. 80), gleichzeitig schreibt Freud später dem Es die gleichen Merkmale wie dem dynamischen Unbewussten zu. Zu fragen bleibt, o