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Unsere Bekanntschaft und Freundschaft mit Hermann Beland erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. In den folgenden Ausführungen werden wir uns auf den Hintergrund unserer Begegnung konzentrieren, nämlich auf die Entwicklung des bemerkenswerten Projekts, das sich infolge dieses Zusammentreffes entwickelt hat, und Hermanns einzigartigen Beitrag dazu thematisieren. Es soll keine persönliche Einschätzung und Würdigung sein, auch wenn sicherlich Hermanns besondere Eigenschaften deutlich werden. Was wir beschreiben und weitergeben wollen, ist der einzigartige Weg, den wir gemeinsam mit Hermann gegangen sind, parallel zu unseren psychoanalytischen Bemühungen und Verpflichtungen, die das zu beschreibende Projekt in vielerlei Hinsicht bereichert haben. Hermann schloss sich diesem Weg als der engagierte Psychoanalytiker an, der er immer war und geblieben ist. Dadurch erweiterte sich sein Horizont, wie auch wir durch ihn bereichert wurden.
Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1987. In einem rückblickend historischen Moment fand in Israel eine Konferenz statt, die uns zusammenbrachte. Rafael Moses, in seiner Funktion als Sigmund-Freud-Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, konzipierte diese Konferenz zum Thema Die Bedeutung des Holocaust für nicht direkt Betroffene (vgl. Moses & Eickhoff, 1992). Es handelte sich dabei um eine dreitägige Veranstaltung, die aus Plenarvorträgen und Diskussionen bestand, gefolgt von gemischten Kleingruppen aus Deutschen1 und Israelis. Das Bemerkenswerte an diesen Gruppen und an der gesamten Konferenz war die Tatsache, dass zum ersten Mal eine direkte persönliche Begegnung zwischen Deutschen
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Die verwendeten männlichen Personenbezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
der zweiten Generation und Israelis stattgefunden hat. Vor allem die Kleingruppentreffen waren von enormer Unruhe und von emotionalen Ausbrüchen geprägt, die nur sch