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Anlässlich des 60. Geburtstags von Hermann Beland hatten Johann Michael Rotmann, genannt Tom, und ich Beland zu Ehren einen Sammelband, eine Festschrift mit dem Titel »Die klugen Sinne pflegend«. Psychoanalytische und kulturkritische Beiträge. Hermann Beland zu Ehren (Gutwinski-Jeggle & Rotmann, 1993) herausgegeben, bestehend aus 23 Beiträgen von Kollegen, Weggefährten und Freunden. Die Veröffentlichung dieses längst vergriffenen Bandes, der seinen Titel einem Hölderlinzitat verdankt, liegt nun schon eine ganze Generation zurück. Inzwischen gehöre ich selbst zu den Alten und erinnere mich oft mit Staunen daran, dass es damals noch mehr oder weniger zwei Geschlechter und ein grammatikalisches gab, das sogenannte generische Maskulinum, dem ich in Zeiten des Genderns den Vorzug gebe. Die Remote-Analyse lag außerhalb unseres Vorstellungsvermögens und doch hat die Not der Pandemie uns inzwischen gelehrt, auch ihre Vorteile - wenn nötig - zu schätzen und zu nutzen. Tom Rotmann ist der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) schon lange abhandengekommen. Von den damaligen Autorinnen und Autoren sind elf inzwischen verstorben. Umso erfreulicher ist es, dass Hermann Beland in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiern kann, zu dem ich ihm meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen möchte. Auch wenn er traurigerweise körperlich eingeschränkt ist, sein kluger Kopf ist zum Glück von erfreulich alter Frische: flexibel, kreativ, witzig und voller Tiefgang. Was hat sich in den letzten 30 Jahren in der DPV und in Belands analytischem Umfeld ereignet? Ich muss ein wenig ausholen.
Damals waren wir als Herausgeber sehr stolz auf die Fülle der Beiträge, die von Kollegen aus dem Ausland stammten, die Belands Bemühung repräsentierten, der deutschen Psychoanalyse den Anschluss an die internationale Community wieder zu ermöglichen. Hanna Segal sei als prominenteste von weiteren fünf Londoner Kollegen aus der kleinianischen Schule
genannt, deren Rezeption in den 1980er und 1990er Jahr