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Zum Thema der Schwangerschaft, der Geburt und dem Stillen einer Analysandin findet sich leider immer noch wenig ausführliches Fallmaterial, und es gebührt Dr. Zeavin unser Dank für ihren wunderbaren Beitrag zur Literatur. Angefangen mit Horney und Deutsch, über in der Folge zum Beispiel Bibring und Langer bis hin zu späteren Pionierinnen wie Lax oder Raphael-Leff (z. B. 1993, 2014), die das Committee on Women and Psychoanalysis (COWAP) der IPV ins Leben rief: Dies waren und sind diejenigen, die erwartungsgemäß über solche Ereignisse psychoanalytisch denken oder schreiben. Feministische Psychoanalytikerinnen und feministische akademische Analytikerinnen aus Nordamerika wie Chodorow oder Mitchell haben sich mit ihrem theoretischen Wissen und ihren klinischen Fähigkeiten gezeigt. Kristeva hat auf beeindruckende Weise das Phänomen der weiblichen Fähigkeit beschrieben, ein Kind in sich zu tragen; sie hat hervorgehoben, welche wechselseitige psychische Tiefenwirkung die gewaltsame Trennung des Säuglings vom Körper der Mutter entfaltet und wie zentral sie für die Entwicklung von Lebenskraft und Fantasie in der psychischen Prägung von Individuen ist (z. B. Kristeva, 2014).
Es ist auch merkwürdig, dass in unserer Literatur retrospektive Darstellungen von Schwangerschaft und Geburt als lebensentscheidende Vergangenheit fehlen, obwohl fast 90 % der Frauen über 40 in den USA ein Kind zur Welt gebracht haben. Für die meisten Frauen ist eine Geburt eine physische und psychische Erfahrung von der Heftigkeit eines Tsunamis (z. B. Balsam, 2012, 2013) - und doch zugleich etwas so Gewöhnliches. Wir wissen seit Freud (1923b, S. 253), dass das »Ich […] vor allem ein körperliches« ist. Dennoch bringen gewöhnlich wenige Analytiker*innen das Interesse auf, eine Frau, die nicht gerade schwanger ist, nach ihren Erfahrungen zu befragen. Ein rigides Festhalten an analytischer »Technik«, zum Beispiel ein Verzicht auf Fragen nach dem, was Patient*innen nicht
bewusst ansprechen, kann solches Ma