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Der sehr interessante Text von B. Nissen hat das große Verdienst, ein Paradoxon aufzuzeigen. Auf der einen Seite brauchen wir die Freud'sche Konzeption der Gegenübertragung: Diese ist ihrem Wesen nach unbewusst; wenn man ihre Definition zu sehr ausdehnt, verliert sie jede Spezifität. Auf der anderen Seite drängt uns die Arbeit mit Schwierigkeiten auf nichtneurotischem Niveau dazu, ihr Feld zu erweitern. Außerdem wurde mir bewusst, dass die Spannung zwischen diesen beiden Polen mich auf bedeutende Aspekte meines persönlichen Werdegangs verwies.
In erster Linie habe ich zunächst einmal im Laufe der Jahre viel über die Arbeit mit der Gegenübertragung bei einer bestimmten Kategorie von Patienten nachgedacht (sagen wir der Einfachheit halber: mit somatischen Patienten), mich jedoch sorgfältig davor gehütet, einen metapsychologischen Bericht darüber abzufassen. Das liegt in erster Linie an meinem Misstrauen gegenüber der Metapsychologie, wenn sie sich auf Inhalte bezieht, die den Analytiker unmittelbar etwas angehen. Wir laufen dann Gefahr, uns auf einer theoretischen Ebene mit der Gegenübertragung zu befassen, um sie nicht erleben zu müssen - um sie daran zu hindern, uns regelrecht zu packen, um uns davor zu schützen, wirklich mit ihr arbeiten zu müssen. Aber kann es ein Thema geben, das den Analytiker noch persönlicher betrifft als die Gegenübertragung?
Wahr ist an dieser Stelle allerdings auch, dass es für mein Misstrauen auch einen persönlicheren Grund gibt. Während der ganzen am Institut de Psychosomatique de Paris (IPSO) verbrachten Zeit hörte ich Michel Fain mehrmals sagen, dass eine bestimmte Kategorie von Patienten, die sogenannten »patients opératoires«1, »die Nulllinie« der Gegenübertragung
Anm. d. Übers.: Der Autor bezieht sich hier auf eine von Pierre Marty und Michel de M'Uzan entwickelte Theorie der Psychosomatik. Sie beschreiben eine bestimmte Kategorie von Patienten, deren psychische Funktionsweise die Merkmale der sogenannten pensée operatoire (wörtlich: d
Anm. d. Übers.: Der Autor bezieht sich hier auf eine von Pierre Marty und Michel de M'Uzan entwickelte Theorie der Psychosomatik. Sie beschreiben eine bestimmte Kategorie von Patienten, deren psychische Funktionsweise die Merkmale der sogenannten pensée operatoire (wörtlich: d