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Wenn ich etwas fotografiere, dann folge ich einem vordergründigen Reiz, die tiefere Bedeutung erschließt sich erst beim anschließenden Betrachten des Motivs. Dennoch ist die tiefere Bedeutung das, was den vordergründigen Reiz überhaupt erst auslöst. Beim Träumen verhält es sich ähnlich. Ich erwache und erinnere mich nicht direkt an Inhalte, eher an Atmosphären und Stimmungen oder ein Gefühl, eine Intensität, vielleicht einzelne Bilder. Oftmals scheint mir das Geträumte eindimensional und vordergründig, ja trivial. Erst beim darüber Reflektieren oder Sprechen entfaltet sich das Untergründige. Oft scheint es mir unmöglich, nach dem Erwachen gedanklich auf die Ebene der Traumwelt zurückzukehren. Gedanken und Gefühle, die ich gerade noch hatte, sind mir plötzlich wie versperrt. Bei der Analyse hatte ich ein ähnliches Erlebnis. Ich wollte gerade etwas beschreiben, als die Stunde zu Ende war und ich mich aus der liegenden in die sitzende Position aufrichtete. Der Zugang zu meinem Unterbewusstsein, das sich gerade noch äußern wollte, war mir mit einem Mal wie verschlossen. Fotografien können diese Brücke schlagen, weil sie vom Unterbewusstsein ausgelöst das Bewusstsein konfrontieren.
O Mensch! Gib acht …O Mensch! Gib acht!Was spricht die tiefe Mitternacht?»Ich schlief, ich schlief -,Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -Die Welt ist tief,Und tiefer als der Tag gedacht,Tief ist ihr Weh -,Lust - tiefer noch als Herzeleid: