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Ich habe den »Traum behandelt wie einen heiligen Text«.
»Die talmudische Denkweise kann ja nicht plötzlich aus uns verschwunden sein«
Biografische Notiz
Joseph Sassoon Semah wurde am 24. Februar 1948 in Bagdad, Irak, in eine prominente Familie jüdischer Gelehrter geboren. Er ist der Enkel von Rabbi Sassoon Kadoori, dem letzten Oberrabbiner im Irak. Nach der Vertreibung der jüdischen Gemeinschaft aus dem Irak zug seine Familie 1950 nach Israel; er ließ sich später in Europa nieder. Seine künstlerische Praxis spiegelt die Erfahrung der kulturellen Auslöschung und das babylonisch-jüdische Erbe wider: Durch Zeichnungen, Installationen, Performances und im Schreiben erforscht und hinterfragt er dominante westliche Narrative aus der Perspektive des Anderen – des Gastes. Er selbst sagt dazu: »Ich betrachte jedes einzelne ausgestellte Kunstwerk immer noch vor dem Hintergrund der Tradition und Geschichte der hebräischen Sprache. So könnte man sagen, dass jedes meiner Kunstwerke nichts anderes ist als eine Fußnote zu meiner Forschung, zu meinem Wunsch, zu verstehen, was zeitgenössische Kunst eigentlich bedeutet, was sie unter Toleranz versteht, was es bedeutet, in גלות GaLUT/Diaspora zu leben, und was es bedeutet, ein Gast zu sein.«
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