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Daniel Richter, 1962 in Eutin geboren, gestaltete zunächst Plattencover und Plakate. 1991–1995 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste bei Werner Büttner in Hamburg Malerei und arbeitete ab 1993 als Assistent von Albert Oehlen. 2004–2006 war er Professor für Malerei an der Universität der Künste Berlin, 2006 nahm er die Professur für erweiterten malerischen Raum an der Akademie der bildenden Künste Wien an. Richter malte zunächst abstrakt, wandte sich ab 2000 gegenständlichen, narrativen Bildmotiven zu; seit 2015 finden sich im Zusammenspiel von stark definierten Silhouetten und Abstufungen des Hintergrunds neue Balancen zwischen Abstraktion und Figuration. In den jüngsten Werkphasen tritt das Zeichnerische zunehmend in den Vordergrund: Tuschlinien und schwarze Ölkreide greifen sezierend ein und überlagern die mit dem Spachtel aufgetragenen Körper, die so zwischen schroffer Präsenz und malerischer Selbstbefragung angesiedelt bleiben. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet und ist in bedeutenden internationalen Sammlungen und Museen vertreten.