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Ein Sammelreferat über Freuds Schriften, das sich, ohne den persönlichen Ansichten des Referenten Ausdruck zu verleihen, lediglich auf die Wiedergabe des Inhaltes beschränkt, ist bisher nicht gegeben worden. Ich sehe hier freilich von der gedrängten Übersicht ab, welche Rank seiner Studie: „Der Künstler“ vorausgeschickt hat.
Das nachfolgende Referat soll den Entwicklungsgang der Lehren Freuds zur Darstellung bringen. Ich kann mich deswegen nicht damit begnügen, die wichtigsten Resultate der einzelnen Arbeiten aufzuzählen, sondern ich muß die Gedankengänge wiedergeben, auf welchen die Anschauungen des Verfassers berr hen. Ich habe mich bemüht, die Referate so knapp abzufassen, wie die Kompliziertheit des Gegenstandes es erlaubte: ich habe z. B. Wiederholungen vermieden, indem ich die einmal gegebenen Erklärungen, Definitionen usw. in den späteren Referaten als bekannt voraussetzte.
Einer, und gerade einer wenig umfangreichen Publikation habe ich ein sehr ausführliches Referat zuteil werden lassen: den „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“. Neue Ideen mit komplizierten Zusammenhängen finden sich hier in großer Zahl auf einem engen Raum zusammengedrängt. Die Rolle der Sexualität im Leben des gesunden Menschen und des Neurotikers wird im vollen Umfange gewürdigt. Alle späteren Schriften Freuds sowie viele Arbeiten seiner Anhänger fußen auf den „Drei Abhandlungen“, und für die ferneren Forschungen auf den Gebieten der Sexualtheorie und Neurosenlehre werden sie auf