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Die psychoanalytische Literatur, die sich lange Zeit in sehr engen Grenzen gehalten hatte, zeigt seit dem Jahre 1907 ein rasches Anwachsen. Die nachfolgende Übersicht über die Publikationen in Österreich und Deutschland wurde bis zur Mitte des Jahres 1909 nach Möglichkeit vervollständigt. Es fanden nach dem Wunsche der Redaktion jedoch nur solche Schriften Berücksichtigung, welche auf unserem Gebiete positive Mitarbeit leisten; Arbeiten, die nur gelegentlich auf Freuds Schriften Bezug nehmen, desgleichen solche mit rein kritischem oder polemischem Inhalte wurden also ausgeschlossen. Auch die in manchen Hand- und Lehrbüchern1) enthaltenen, teils referierenden, teils kritischen Darstellungen konnten hier keinen Platz finden.
Die Anordnung der Referate geschah in alphabetischer Reihenfolge der Autoren.
Abraham K. (Zürich, später Berlin): Über die Bedeutung sexueller Jugendtraumen für die Symptomatologie der Dementia praecox.
Zentralblatt für Nervenheilkunde und Psychiatrie, 1907, 1. Juniheft.
In der Anamnese der Dementia praecox findet man, wie durch mehrere Krankengeschichten gezeigt wird, nicht selten sexuelle Traumen der Vorpubertätszeit. Diesen kommt zwar keine ätiologische Bedeutung