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Zu der Zeit, wo ich die Herausgabe der ersten Hälfte des letztjährigen Jahrbuches vorbereitete, in der Freud seine denkwürdigen Mitteilungen über den „kleinen Hans“ machte, erhielt ich von einem der Psychoanalyse kundigen Vater eine Reihe von Beobachtungen über sein damals 4 jähriges Töchterchen.
Diese Beobachtungen haben so viel Verwandtes und Ergänzendes zu den Mitteilungen Freuds über den „kleinen Hans“, daß ich es mir nicht versagen konnte, dieses Material auch einem weiteren Publikum zugänglich zu machen. Das vielfache Unverständnis, um nicht zu sagen die Entrüstung, mit der „der kleine Hans“ aufgenommen wurde, war mir mit ein Grund zur Veröffentlichung meines Materials, das an Umfänglichkeit dasjenige des „kleinen Hans“ allerdings nicht erreicht. Immerhin sind darin Stücke enthalten, welche bestätigen können, wieviel Typisches der „kleine Hans“ gebracht hat. Die sogenannte wissenschaftliche Kritik, soweit sie überhaupt Notiz von diesen wichtigen Dingen genommen hat, ist auch diesmal wieder in ein zu schnelles Tempo geraten, indem man immer noch nicht gelernt hat, erst nachzuprüfen und dann zu urteilen.
Das Mädchen, dessen Spürsinn und intellektueller Lebhaftigkeit wir die folgenden Beobachtungen verdanken, ist ein gesundes, frisches Kind von temperamentvoller Gemütsanlage. Es war nie ernstlich krank gewesen, auch von seiten des Nervensystems hatten sich nie irgendwelche „Symptome“ bemerkbar gemacht.
Lebhaftere systematische Interessen erwachten bei dem Kinde etwa um das dritte Jahr; es begann zu fragen und Phantasiewünsche zu äußern. Die nun folgenden Mitteilungen müssen leider auf eine