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Die so beträchtlichen Ergebnisse der psychoanalytischen Forschungen Freuds und seiner Schule, die uns für die Erkenntnis der gesunden und kranken Psyche ganz neue Wege gezeigt haben, sind insbesondere für die Neurosentherapie so bedeutsam geworden, daß daneben die allgemeinen Fragen nach der Disposition zum abnormen Seelenleben etwas in den Hintergrund gerückt wurden. Schuld daran trugen wohl in erster Linie die unklaren und verschwommenen Begriffe der neuropathischen oder psychopathischen Degeneration, der konstitutionellen Schwäche des Zentralnervensystems usw., mit denen vor Freud operiert wurde, um alle Erklärung nervöser und psychischer Erkrankung damit zu erschöpfen. Die Freudsche Neurosenätiologie, basierend auf Kämpfe sexueller Triebe mit verdrängenden Tendenzen des Ich1), bedeutete einen kolossalen Fortschritt im wissenschaftlichen Stande dieser Disziplin und stellte gleichzeitig eine große Reaktion dar auf die vorangegangenen Theorien von bloßer „hereditärer Bela-lastung“, die gerade durch diese Auffassungen das Eingeständnis therapeutischer Unbeeinflußbarkeit enthalten mußten. Doch konnte damit das Problem nur als aufgeschoben betrachtet werden. Von zwei gänzlich verschiedenen Seiten ging nun der Versuch einer vertiefteren Auffassung der Frage nach den organischen Gründen und dieser Versuch