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Es ist eine dem Psychoanalytiker wohlbekannte Tatsache, daß Laien, auch relativ geringer Bildung, das Wesen und die Vernünftigkeit der Psychoanalyse ohne zu große Verstandesschwierigkeiten zu erfassen vermögen. Ebenso geht es Gebildeten, seien es nun Gelehrte oder Kaufleute oder Journalisten oder Künstler oder Lehrer. Sie alle verstehen die Wahrheiten der Psychoanalyse. Sie verstehen auch sehr wohl, warum Psychoanalyse nicht in der gleichen Weise überzeugend dargestellt werden kann wie ein mathematischer Lehrsatz. Denn der gemeine Menschenverstand weiß, daß ein psychologischer Beweis notwendig anders aussehen muß als ein physikalischer und daß jeder wissenschaftlichen Materie eine nur ihr eigentümliche Evidenz des Beweises zukommt. Es wäre interessant zu erfahren, welche Art empirischen Beweises die uns applizierte Kritik erwartet, doch offenbar den Beweis durch die empirischen Tatsachen? Existieren diese Tatsachen? Wir weisen auf unsere Beobachtungen hin. Unsere gegnerische Kritik sagt dazu einfach nein. Was sollen wir denn beibringen, wenn unsere tatsächlichen Beobachtungen mehr oder weniger unverhüllt schlechthin negiert werden? Unter diesen Umständen sind wir doch gezwungen zu erwarten, daß unsere Kritiker in ähnlicher vertiefter Weise (ich sehe dabei von der psychoanalytischen Methode ganz ab) die Neurosen und Psychosen studieren und uns über deren psychologische Gesetzmäßigkeit Tatsachen von wesentlich anderer Art aufzeigen. Wir warten darauf seit mehr als zehn Jahren. Das Schicksal hat sogar gewollt, daß alle Forscher auf diesem Gebiete, die unabhängig vom Entdecker der neuen Lehre, aber in ähnlich vertiefter Weise gearbeitet haben, zu gleichen Ergebnissen